Es hat Jahre gedauert, bis sich bei mir aus der bewußten Inkompetenz eine unbewußte Kompetenz für die "Basics" beim Bootfahren entwickelt hat. Ich bin dankbar für die Skipper, die mir im Laufe der letzten Jahrzehnte bei meiner Entwicklung durch ihr Vorbild und Wissen geholfen haben! Und vermutlich werde ich nie auslernen. Ein wenig möchte ich mit dieser Rubrik an andere Skipper weitergeben, damit sie nicht alle meine schmerzlichen und teils teueren Erfahrungen wiederholen müssen.
Die folgenden Bereiche "Festmachen", "Schleusen" und "Ankern" werden in der Zukunft noch ergänzt und erweitert.
Kann man so machen, muss man aber nicht! Wie die Spreu sich vom Weizen trennt, erkennt man bereits beim Betreten der Steganlage in der Marina. Da findet man kleine und große Schnecken, Tampensalate und Angstknoten ohne Ende vor den Booten und Yachten aller Größen und Preiskategorien! Offensichtlich ist das richtige Vertäuen kein großes Thema in den Bootsfahrschulen.
Doch es könnte so einfach sein, wenn man sich ein paar Grundregeln einprägt und umsetzt. Belegt wird nach Möglichkeit so, dass man beim Ablegen nicht mehr von Bord gehen muss. Sofern man längere Zeit an einem Liegeplatz verweilt (z.B. Winterlager im Wasser), besorgt man sich passende Festmacher mit richtiger Länge und ausreichender Stärke. Mein - leider viel zu früh verstorbener - Mentor, Manfred Welkamer, hat einmal zu mir gesagt: Merk dir Christian, wenn es nicht gut aussieht, dann ist es nicht gut! Wenn's gut aussieht, dann ist es gut!"
Hier ein paar Links zu Seilflechtern und Lieferanten...
Welches Material, welche Länge, welche Stärke/Dicke? Das hängt von der Bootsgröße und dem Bootsgewicht ab. Formeln dafür gibt es im Internet zu finden. Für eine Steeler 50, wie unsere "No Worries" mit mindestens 35 Tonnen, sind 18 mm dicke Tampen angesagt. Wir haben aus Sicherheitsgründen jedoch 20 mm dicke Seile in Verwendung.
Auf der Seite von Wikipedia und anderen Anbietern gibt es praktische Tipps und Hinweise zum richtigen Belegen auf Klampen und Pollern. Siehe: Belegen_einer_Klampe_mit_Kopfschlag