Von Steenwijk nach Düsseldorf, trotz corona!

O, was habe ich mir da über Facebook anhören müssen! Verantwortungslos, unverbesserlich, wie kann man nur ans Boot fahren denken, wenn die Anderen zu Hause bleiben um sich nicht anzustecken oder Andere nicht zu gefährden... Was mich dennoch bewogen hat mein Boot aus dem Winterlager in den Niederlanden nach Deutschland zu überführen versteht nicht jeder, das macht aber auch nichts! Um was geht es denn wirklich? Es geht darum, den Kontakt zum Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren, damit die schrecklichen Auswirkungen des Corona Virus vermieden werden. Es geht nicht darum, einfach nur zu Hause herum zu sitzen und sich zu verstecken. Und wo, wenn nicht auf einem gut ausgestattetem Boot, hat man diese Möglichkeit am Besten? Kurzes Telefonat mit der Wasserschutzpolizei in NRW und Check ob die Grenze zu den Niederlanden noch offen ist. Anruf bei der Werft, um genügend Wasser und Treibstoff an Bord zu haben und dann einfach los! Proviant für 10 Tage und gute Laune, trotz der Tatsache, dass ich auf dieser Fahrt ohne Begleitung unterwegs sein würde. 

Am Ende dieser Reise war klar, dass die Entscheidung so richtig war! Wunderbare Erlebnisse, schöne Fotos, nette und hilfsbereite Menschen und traumhaftes Reisewetter! Ich habe mir für die 290 Km acht Tage Zeit gelassen. Zwischenstops gab es in Wijhe/Ijssel, Zutphen/Ijssel, Emmerich/Rhein, Wesel, Duisburg und Düsseldorf. Verbraucht wurden ungefähr 500 Liter Diesel und die gemütliche Bergfahrt lief mit etwa 10 Km/h bei 1800 U/min.